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Version: 4.1 (2026 H2)

Vorlagenkomposition

Dokumente entstehen in primedocs nicht aus einer einzelnen, monolithischen Vorlage: Mehrere Vorlagentypen mit klar getrennten Aufgaben werden bei der Generierung zu einem Dokument zusammengesetzt. Diese Seite gibt den Überblick über die Typen und erklärt, wie die Komposition funktioniert.


Vorlagentypen und ihr Zweck

Jeder Vorlagentyp hat eine klar umrissene Aufgabe — erst die Kombination ergibt das fertige Dokument:

Office-AnwendungVorlagentypZweck
WordStyleFormatvorlagen (Schriften, Abstände, Farben) nach CI/CD-Vorgaben.
WordLayoutKopf-/Fusszeilen, Seitenränder und Platzhalter-Definitionen.
WordInhaltDer eigentliche Dokumentinhalt; basiert auf einer Layout- und einer Style-Vorlage.
PowerPointMasterGrundkonfiguration mit Folienlayouts; Basis für alle anderen PowerPoint-Vorlagen.
PowerPointInhalt, Folie, Bildergalerie u. a.Präsentationsinhalte, einzeln einfügbare Folien und Assets; alle basieren auf einem Master.
OutlookE-Mail, Signatur, Disclaimer, KampagneE-Mail-Erstellung und organisationsweit verwaltete Signaturen.
ExcelExcel-VorlageArbeitsmappen mit verknüpften Felddaten.

Dazu kommen die Designs: Sie sind kein Vorlagentyp, sondern definieren als Basis der gesamten Hierarchie die CI/CD-Schriftarten und -Farben. Festgelegt werden sie pro Organisationseinheit.


Kompositionsprinzip

Die Typen bauen aufeinander auf. Für Word:

Design (Organisationseinheit)
└── Style-Vorlage
└── Layout-Vorlage
└── Inhaltsvorlage → generiertes Dokument

Für PowerPoint analog: Auf der Master-Vorlage basieren Inhalts-, Folien- und weitere Vorlagen.

Bei der Generierung wird das Dokument aus diesen Ebenen zusammengesetzt — beim Erstellen einer Vorlage wird nichts kopiert. Eine Änderung an einer Basisvorlage (z. B. ein neues Logo im Layout) wirkt darum sofort auf alle darauf basierenden Vorlagen. Deshalb gilt als Best Practice: immer alle Stufen der Hierarchie verwenden und gemeinsame Elemente möglichst in der Basis (Style bzw. Layout) pflegen.


Platzhalter statt Vererbung («Steckkasten-System»)

Die Verbindung zwischen den Ebenen funktioniert wie ein Steckkasten:

  1. Die Layout- bzw. Master-Vorlage definiert über die Platzhalterdefinition benannte Platzhalter (z. B. «Betreff» in der Kopfzeile) — ohne zu wissen, welche Inhalte später geliefert werden.
  2. Die Inhaltsvorlage befüllt diese Platzhalter über die Platzhalterzuordnung, indem sie ihnen Fields zuordnet.
  3. Gemeinsame Konfigurationen und Logik werden über Globale Konfigurationen referenziert statt dupliziert.

Inhalte werden also nicht vererbt oder übersteuert, sondern über definierte Steckplätze zusammengesteckt. Von der Basis übernommen werden nur Formatvorlagen (Style) und der strukturelle Rahmen (Layout). Das hält die Vorlagen validierbar: primedocs kann prüfen, ob eine Inhaltsvorlage die vom Layout versprochenen Platzhalter bedient.

Abgrenzung zu classic-Vorlagen

Classic-Vorlagen folgen einem Vererbungskonzept: Konfigurationen werden entlang der Vorlagenkette vererbt und in untergeordneten Vorlagen übersteuert. In webfähigen Vorlagen gibt es diese Konfigurations-Vererbung nicht mehr — die Komposition erfolgt ausschliesslich über Platzhalter und referenzierte globale Einträge.